Freiheit für Panther

Am Freitag den 30.04.2011 wurde unser Freund und Genosse Panther von einer Berliner Direktionshundertschaft festgenommen. Die Festnahme wurde von einer Zivilbeamtin in Auftrag gegeben,. Sie will unseren Genossen dabei beobachtet haben, wie er auf dem Wismarplatz eine Flasche in Richtung der Polizeibeamten geworfen haben soll.

Der von ihr geschriebene Bericht ist jedoch eine reine Farce.
Die Zivilbeamtin sagte aus, sie habe ihn noch längere Zeit beobachtet und sei ihm gefolgt. Mit anderen Worten, die Beamtin hat ihn nicht in der Situation selbst oder kurz danach festnehmen lassen, sondern erst eine halbe bis dreiviertel Stunde nach der angeblichen Tat. Natürlich behauptete sie, ihn nicht ein einziges Mal aus den Augen verloren zu haben.

Weiterhin liefert sie eine sehr allgemeine Personenbeschreibung, die auf viele Punker zutreffen könnte. Nicht einmal Farben waren ihr erkenntlich.

Genau diese Aussage und eine Vorstrafe vom 1. Mai 2010 reichten dem Richter und der Staatsanwaltschaft aus um einen Haftbefehl gegen unseren Genossen zu erwirken und ihn in U-Haft zu stecken.

Wir, seine Genossen, Freunde und seine Familie, sind erschrocken, dass Mensch auf Grund des „falschen“ Aussehens so schnell vorverurteilt werden kann und unschuldig inhaftiert wird. Denn die bloße Anwesenheit auf einer linken Veranstaltung ist noch lange kein Grund für eine derartige Anschuldigung.
Nein, das können und wollen wir nicht glauben, geschweige denn hinnehmen. Deswegen fordern wir die sofortige Freilassung unseres Genossen und aller anderen politischen Gefangenen.

Denn Solidarität ist eine Waffe und wir werden nicht aufhören für unsere Überzeugungen zu kämpfen. Weiterhin werden wir nicht ruhen, bis unser Genosse wieder bei uns ist.

Nur weil unser Genosse vorbestraft ist, wird behauptet, dass er
nur zu der Veranstaltung in der Walpurgisnacht gegangen sei, um vorsätzlich die Auseinandersetzung mit der Polizei zu suchen.
Die Tatsache, dass Panther in der Nacht keinen Alkohol getrunken hat, wird nun als vermeintlicher Beweis für seine angebliche Gewaltbereitschaft umgedeutet.

Unser Genosse Panther muss nun um seine Ausbildung bangen und damit rechnen für mehrere
Jahre unschuldig im Knast zu sitzen, weil sowohl der Richter als auch die Staatsanwaltschaft bekannt für ihre unverhältnismäßig hohe Anzahl an Verurteilungen sind.

Seit nun mehr als 3 Wochen sitzt unser Freund in Untersuchungshaft und fragt sich ob es da draußen überhaupt noch Menschen gibt die an ihn denken und für ihn da sind. Aus diesem Grund würde er sich auch über ein paar Zeilen von draußen sehr freuen.

Kommt alle am 31.05.2011 zum Amtsgericht Tiergarten in der Turmstr 91 9:00 Uhr Raum 455 zur Verhandlung von unserem Genossen, denn getroffen hat es einen, doch gemeint sind wir alle.

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